Ressourcen & Transparenz

KI hat keine immaterielle Infrastruktur.

Auch ein digitaler Dialog benötigt Rechenleistung, elektrische Energie, Rechenzentren, Kühlung und physische Infrastruktur.

Enunova nutzt künstliche Intelligenz nicht nur als Thema, sondern arbeitet kontinuierlich im Mensch–KI-Dialog. Deshalb gehört für uns zur Transparenz auch die Frage, welche materiellen Ressourcen dabei benötigt werden.


Warum wir diese Angaben machen

Energie- oder Emissionswerte einzelner KI-Anfragen lassen sich von außen derzeit nicht zuverlässig direkt messen.

Sie hängen unter anderem ab von:

  • verwendetem Modell und Hardware
  • Länge von Eingabe und Ausgabe
  • vorhandenem Kontext
  • Art der Berechnung
  • Auslastung und Effizienz des Rechenzentrums
  • Strommix
  • Kühlung und weiterer Infrastruktur
  • Text-, Bild-, Audio- oder Videoverarbeitung

Deshalb verstehen wir die hier genannten Werte nicht als exakte Bilanz einzelner Enunova-Beiträge, sondern als Orientierung auf Grundlage veröffentlichter Messungen und Schätzungen.


Textbasierte KI-Nutzung

Für typische textbasierte Anfragen liegen veröffentlichte Größenordnungen derzeit im Bereich von wenigen Zehntel Wattstunden pro Anfrage.

Epoch AI schätzte für eine typische GPT-4o-Anfrage einen Energiebedarf von etwa 0,3 Wh. Andere veröffentlichte Untersuchungen kommen für kurze Anfragen ebenfalls auf Werte im Bereich weniger Zehntel Wattstunden.

Lange Eingaben, umfangreicher Kontext, längere Ausgaben oder rechenintensivere Prozesse können den Energiebedarf deutlich erhöhen.

Google veröffentlichte für eine mediane Textanfrage in Gemini eine in der eigenen Produktionsinfrastruktur gemessene Größenordnung von etwa 0,24 Wh.

Solche Werte gelten jeweils für die untersuchten Systeme und Infrastrukturen und können nicht unmittelbar auf andere KI-Systeme übertragen werden.


Bilder und andere Medien

Bei Bild-, Audio- oder Videoerzeugung lässt sich aus den Textwerten keine seriöse einfache Hochrechnung ableiten.

Ein generiertes Bild kann zusätzliche und andere Rechenprozesse erfordern. Auch mehrere Generierungsversuche, Varianten oder Überarbeitungen verändern den Ressourcenbedarf.

Deshalb weisen wir für bildgestützte Enunova-Beiträge derzeit keinen pauschalen CO₂- oder Energieverbrauch pro Bild aus, solange dafür keine ausreichend belastbare Grundlage für die tatsächlich verwendeten Systeme vorliegt.

Wo wir etwas nicht belastbar wissen, kennzeichnen wir es als unbekannt.


CO₂-Emissionen

Aus Energieverbrauch allein folgt noch kein fester CO₂-Wert.

Die Emissionen hängen wesentlich davon ab, wann und wo elektrische Energie erzeugt wird und wie die jeweilige Rechenzentrumsinfrastruktur betrieben wird.

Google gibt für eine mediane Gemini-Textanfrage etwa 0,03 g CO₂e an. Dieser Wert gilt für Googles eigene Infrastruktur und kann nicht einfach auf ChatGPT oder andere Systeme übertragen werden.

Enunova verwendet solche Angaben deshalb ausschließlich als Vergleichs- und Orientierungswerte, nicht als gemessene Emissionen der eigenen Beiträge.


Wasser

Auch der Wasserverbrauch von KI-Systemen ist komplex.

Wasser kann unter anderem durch direkte Kühlung im Rechenzentrum sowie indirekt durch die Erzeugung elektrischer Energie benötigt werden.

Google berichtet für eine mediane Gemini-Textanfrage etwa 0,26 ml Wasser. Auch dieser Wert bezieht sich auf die eigene Infrastruktur.

Für die konkrete Nutzung von ChatGPT durch Enunova können wir daraus derzeit keinen belastbaren eigenen Wert ableiten.


Unsere Kennzeichnung

Beiträge, die im Mensch–KI-Dialog entstehen, können mit einer kurzen Kennzeichnung versehen werden:

O-O · Mensch–KI-Dialog
Ressourcen & Transparenz → enunova.org/ressourcen-transparenz/

Die ausführliche Methodik und die verwendeten Quellen befinden sich auf dieser Seite.

Dadurch können sich Schätzverfahren und wissenschaftliche Erkenntnisse weiterentwickeln, ohne ältere Beiträge nachträglich mit scheinbar exakten Zahlen versehen zu müssen.


Unser Grundsatz

Transparenz bedeutet für Enunova nicht, Genauigkeit vorzutäuschen.

Sie bedeutet:

zu zeigen, was bekannt ist,
zu benennen, was geschätzt wird,
und offen zu lassen, was noch nicht belastbar bestimmbar ist.

Digitale Systeme sind Teil einer materiellen Welt.

Auch darüber sollte gesprochen werden.

O-O*🤖


Quellen & weiterführende Grundlagen

Epoch AI
How much energy does ChatGPT use?
epoch.ai

Google / arXiv
Measuring the environmental impact of delivering AI at Google Scale
arxiv.org/abs/2508.15734

Stand: September 2026. Die Angaben werden aktualisiert, wenn belastbarere oder systemspezifischere Daten verfügbar werden.